

Praktika
1. Fakten
2. Wo absolvieren andere Studenten ihr Praxissemester
3. Berufsfeldorientierung für die beiden Schwerpunkte
4. Absolvierung des Praxissemesters im Ausland
Das fünfte Semester des Public Health Studiums ist ein Praxissemester. Du wirst Dich also um einen geeigneten Praktikumsplatz bei einer Firma, Einrichtung oder
Institution bemühen müssen. Hier kannst Du die Theorie des Studiums in die Praxis umsetzten. Du sammelst wertvolle Arbeitserfahrungen, die Deinen Berufswunsch konkretisieren und Du knüpfst erste Kontakte mit potenziellen Arbeitgebern.
Das Praxissemester ist die zentrale Studienleistung während des Studiums. Alle mit dem Praktikum erbrachten Module (Begleitung, Durchführung und Auswertung) haben zusammen
ein Volumen von 30 Credit Points (CP)! Zum Vergleich: Die 60seitige Bachelorarbeit hat eine Gewichtung von 12CP und baut auf die Erfahrungen des Praxissemester auf. Das Praxissemester entscheidet bei Vollfach-Studenten außerdem über den Studienschwerpunkt, der auf dem Abschlusszeugnis erscheint. Die Festlegung des Schwerpunkts erfolgt vor dem Antritt des Praktikums in Absprache mit dem Praktikumsbeauftragten.
Falls Du darüber nachdenkst einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen, dann ist das Praxissemester die einzige Möglichkeit dafür, falls Du keine Verlängerung der Studienzeit von 3 auf 4 Jahre in Kauf nehmen möchtest. Andere Semester eignen sich weniger, da erstens der akademische Austausch eher im Graduate- (also im Master), als im Undergraduate-Bereich (Bachelor)
stattfindet und Du zweitens die versäumten, jedoch geforderten Module nicht
nachholen und im Ausland auch kaum ersetzen kannst.
Hier findest Du die Praktikumspage des Fachbereichs mit folgenden Dokumenten zum Download
http://www.fb11.uni-bremen.de/sixcms/detail.php?id=46:
- Richtlinien für das Vorpraktikum
- Praktikumsordnung
- Praxissemestervereinbarung
- Anmeldung Praxissemester
- Bestätigung Praxisstelle
- Practical experience semester (Praxissemestervereinbarung in englisch)
Hier ein paar Fakten:
- Das Praktikum hat ein Arbeitsvolumen von 540 Stunden.
- Der Inhalt des Praktikums muss sinnvoll mit dem Studium in Zusammenhang stehen. Ob das der Fall ist, wird individuell mit den Praktikumsbeauftragten abgesprochen.
- Es entscheidet über den Schwerpunkt bei Vollfach-Studierenden (vor Antritt mit Absprache den Praktikumsbeauftragten).
- Es wird nicht benotet.
- Es kann bezahlt oder unbezahlt sein.
- Es bietet die einzige Möglichkeit einen Teil des Studiums im Ausland zu
absolvieren, ohne dabei Einbußen in der Studienzeit zu haben.
- Falls Du Dein Praktikum nicht im Großraum Bremen durchführst, müssen die Module zur Praxisbegleitung (41 oder 51) und das Modul 65 anders absolviert werden. Die genaue Regelung steht noch nicht fest. Es läuft jedoch darauf hinaus, dass das Modul 65 als Intensivblock vorher absolviert und die Praxisbegleitung online durchgeführt wird.

Wo absolvieren/absolvierten andere Studenten ihr Praxissemester?
In Stud.IP, dem elearning-System der Universität, habt ihr die Möglichkeit, euch in die Veranstaltung praxis-community einzutragen.
Dort findet ihr vielzählige Informationen zum Praxissemester und den bereits absolvierten Praktika.

Berufsfeldorientierung für die beiden Schwerpunkte:
Gesundheitsplanung und -management:
- Planung und Management im Kontext der Sozial- und Gesundheitsdienste
- Pflegedienste und Kassen
- Gesundheitsmarketing
- Gesundheitsconsulting
- Controlling
- Diseasemanagement
- Qualitätsmanagement
Gesundheitsförderung und Prävention:
- Gesundheitsberatung
- Gesundheitsbildung
- Gesundheitsförderung
- Prävention
- Assessment
- Case- & Care Management
- Schnittstellenmanagement
- Community Care
- Rehabilitation
- Gesundheitsaufklärung
- Öffentlichkeitsarbeit

Absolvierung des Praxissemesters im Ausland:
Du denkst darüber nach das Praxissemester im Ausland zu absolvieren? Dazu gibt es folgende Dinge zu beachten:
Je früher Du Dich darum kümmerst, desto besser, denn eine Praxisstelle im Ausland kannst Du lange nicht so spontan annehmen, wie im Inland! Die Vorlaufzeit durch Visabeantragung und ähnlichem ist weitaus größer und kostet Mühe. Du kannst Dir jedoch selbst vorstellen, dass die Auslandserfahrung nicht nur eine Bereicherung für Dein Studium darstellt, sondern für Deine gesamte Lebenserfahrung!
Das Vorhaben ist mit einigen Kosten verbunden: Vermittlung (bei Organisation), Visa, Reise, evtl. höhere Lebenshaltungskosten, Versicherungen, etc. Dem gegenüber stehen jedoch Fördermöglichkeiten über Stipendien, Stiftungen oder Auslandsbafög.
Manche Länder beschäftigen sich schon länger mit der Public Health Forschung
als Deutschland, allen voran die USA. Dadurch kommen völlig neue Perspektiven
für die Problemlösungen zustande. Ganz nebenbei perfektionierst Du Deine
Fremdsprachenkenntnisse. Der Prozess sollte mindestens 12 Monate vor Start des
fünften Semesters beginnen, besser sind 18 Monate. Hier die
grobe Übersicht über den Prozessablauf:
- Lege Dich auf einen der beiden Schwerpunkte fest, Gesundheitsmanagement und -planung oder Gesundheitsförderung und Prävention?
- Konkretisiere als nächstes Dein Zielland oder -region. Innerhalb Europas, Amerika oder vielleicht eine Entwicklungsregion? Das Zielland hat auch schon grob etwas mit Deiner späteren Aufgabe zu tun, dessen grobe Richtung Du herausfinden solltest.
- Belege Sprachkurse der Landessprache und erwerbe ein international anerkanntes Zertifikat (z.B. TOEFL für
Englisch). Das steigert Deine Chancen erheblich. Gebühren für Sprachkurse in Höhe von 4SWS beim Fremdsprachenzentrum werden Dir zurückerstattet, sobald Du die Praktikumsstelle nachweise kannst.
- Informiere Dich über die Anforderungen an die Praxisstelle und konkretisiere Deine Vorstellungen der späteren Tätigkeit.
- Fange an mit der Recherche nach möglichen Arbeitgebern. Dies kannst Du entweder auf eigene Faust oder über ein
Programm einer Organisation machen. Letzteres ist einfacher aber auch teurer.
Ausnahmen bilden die Kooperationsprogramme der Universität.
- Informiere Dich über jeweiligen Bewerbungsformalitäten in Deinem Zielland und bewerbe Dich konkret auf Stellen.
- Falls Du angenommen wirst, dann fange direkt im Anschluss mit der Visabeantragung
an. Informiere Dich, welche Bestätigungen und Formulare Du zur Beantragung von
Deinem Arbeitgeber brauchst. Denke auch an die Bestätigungen für die
Universität.
- Kümmere Dich um Wohnmöglichkeiten und um die Auslandskrankenversicherung. Gleichzeitig stellst Du Anträge auf die vielen Fördermöglichkeiten von Staat und Stiftungen.
- Falls alles nach Plan läuft, die Uni ihr OK gibt, Du Visa und eine Wohnmöglichkeit hast, kümmere Dich um die Flüge. Achte dabei auf Deine Visabestimmungen
(frühester Einreise-, spätester Ausreisetermin).
Wie gesagt, das ist nur eine grobe Übersicht und wird mit der Zeit ergänzt. Umfangreiches
Beratungsangebot stellt das Studien- und Praxisbüro des FB11 zur Verfügung:
Studien- und Praxisbüro
Dr. Sabine Mader
Beate Heitzhausen